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Über die Kinderschutzakademie

Laut der UN- Studie über Gewalt gegen Kinder und Jugendliche (2006) ist Gewalt gegen Kinder aus verschiedenen Gründen nach wie vor versteckt: aus Furcht, weil Täter häufig jene Menschen sind, die Kinder eigentlich beschützen sollen (z.B. Eltern, Familienmitglieder oder maßgebende Mitglieder der Gesellschaft) und weil Kinder oft keinen sicheren und vertrauenswürdigen Weg finden, darüber zu berichten. Keine Gewalt ist zu rechtfertigen, jede Gewalt ist vermeidbar (Hauptaussage der UN- Studie). Mitgliedsstaaten müssen mit größter Dringlichkeit ihre Menschenrechtsverpflichtungen einlösen und den Schutz vor allen Formen von Gewalt sicherstellen. Während die Staaten für die Gesetzgebung zuständig sind, haben alle Mitglieder unserer Gesellschaft die Verpflichtung, Gewalt gegen Kinder zu verurteilen, zu verhindern und Opfern von Gewalt zu helfen.

Kinderschutz ist in erster Linie Aufgabe der Eltern. Professionelle Kinderschutzarbeit ist die Unterstützung der Eltern bzw. der Personen, die mit Kindern arbeiten, bei Kindeswohlgefährdung durch sexuellen Missbrauch, Vernachlässigung oder Gewalt.

Wir sehen unseren Auftrag in der Sensibilisierung von Fachpersonal auf körperliche, psychische und sexuelle Gewalt an Minderjährigen, sowie bei Vernachlässigung. Bei uns erfahren Menschen, die beruflich oder ehrenamtlich mit Kindern zu tun haben, wie sie in Missbrauchs- und Gewaltfällen reagieren bzw. agieren sollen. Wir schulen die SeminarteilnehmerInnen in gesetzlicher sowie in psychosozialer Hinsicht und zeigen ihnen, wie die Kooperation mit den zuständigen Institutionen erfolgt.
Ziel ist das Ermöglichen eines gewaltfreien Heranwachsens von Kindern.

Die Kinderschutzakademie orientiert sich dabei am Bedarf der Zielgruppen.
Fachliche Weiterbildung, regelmäßige Supervisionen und Intervision stärken und fördern die Kompetenz des Kinderschutzakademieteams. Interne Qualitätssicherungsmethoden sind laufende Evaluierung der Angebote, Gender Mainstreaming, Diversity Kompetenz und sorgfältiges Screening von qualifizierten ReferentInnen.